Wirtschaft

Wirecard Finanzaufsicht erstattet Strafanzeigen

Opfer von Manipulation

Frankfurt.Der Dax-Konzern Wirecard ist nach Einschätzung der Finanzaufsicht Bafin mutmaßlich Opfer einer gezielten Attacke von Börsenspekulanten geworden. Deswegen hat die Behörde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gegen gut ein Dutzend Beteiligte erstattet. Das sagte eine Bafin-Sprecherin gestern. Sie ließ allerdings offen, gegen wen Anzeige erstattet wurde. Die Finanzaufsicht hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. „Wir prüfen den Fall in alle Richtungen, unsere Untersuchungen wegen anderer potenzieller Marktmanipulationen in Aktien der Wirecard AG dauern an“, hieß es in der kurzen Mitteilung der Bafin.

Die Wirecard-Aktien waren in den vergangenen Wochen nach Berichten der britischen Zeitung „Financial Times“ über Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Wirecard-Mitarbeitern in Singapur mehrfach abgestürzt, zeitweise hatten die Papiere über 30 Prozent ihres Werts verloren. Die Bafin vermutet, dass es sich um eine „Short-Attacke“ handelte – ein gezieltes Manöver von Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten. Geprüft wird in München auch eine Anzeige gegen den Journalisten der „Financial Times“, der die Meldungen schrieb. dpa