Wirtschaft

Chemie Auftakt der Tarifverhandlungen in Mainz

Parteien weit auseinander

Mainz.Zum Start der Tarifverhandlungen für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Rheinland-Pfalz haben Arbeitgeber und Gewerkschaft die Lage der Branche sehr unterschiedlich bewertet. 2019 sei ein angespanntes Jahr, aber nach acht Rekordjahren in Folge, sagte der Verhandlungsführer der IG BCE, Roland Strasser, in Mainz.

„Es ist nicht so, dass man da mit einem Klingelbeutel umhergehen muss.“ Für den Arbeitgeberverband Chemie sprach Hans Oberschulte dagegen von „massiven Gewinnrückgängen“. „Das globale Chemie-Geschäft ist eingebrochen.“ Die Gewerkschaft verlangt für die rund 57 400 Beschäftigten im Land unter anderem eine arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung, eine über der Inflationsrate liegende Entgelterhöhung sowie ein „Zukunftskonto“ von 1000 Euro pro Jahr und Beschäftigtem. Die sollen das Geld in zusätzliche freie Tage umwandeln können, für längere Auszeiten ansparen oder für die Altersvorsorge nutzen können. Oberschulte sagte, über die Pflegezusatzversicherung und Teile des Zukunftskontos könne ergebnisoffen diskutiert werde. Die Frage sei aber, wie das finanziert werden könne. Weiter geht es am 21. Oktober mit bundesweiten Verhandlungen in Hannover. dpa

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