Wirtschaft

Kriminalität Container-Investmentfirma unter Betrugsverdacht

P&R-Pleite beschäftigt Justiz

München.Nach der Pleite der Containerinvestmentfirma P&R hat die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen unter anderem wegen Betrugsverdachts gegen frühere und heutige Geschäftsführer aufgenommen. „Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird die strafrechtliche Verantwortlichkeit hinsichtlich der Beschuldigten in Bezug auf jeden Anleger von Amts wegen geklärt werden“, hieß es.

Angesichts des zu erwartenden großen Umfangs des Verfahrens sei eine Arbeitsgruppe „Container“ gebildet worden. Die Staatsanwaltschaft München I hat nach Angaben einer Sprecherin eine größere Zahl von Beschuldigten im Visier. Zehntausende Anleger hatten bei der Investmentfirma Container gekauft, einige Jahre an Leasinggesellschaften sowie die Transportindustrie vermietet und dafür Mietzahlungen bekommen.

P&R hatte versprochen, die Container am Ende der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé teilte gestern mit, dass sich die Vermutung bestätigt habe, dass die Zahl der vorhandenen Container deutlich unter der Zahl der an Anleger veräußerten Container liege. „Die heutige Differenz baute sich nach ersten Erkenntnissen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren auf“, hieß es in der Mitteilung.