Wirtschaft

Strom Netzagenturchef verspricht stabile Kosten

Preisanstieg gestoppt

Bonn.Viele Stromkunden in Deutschland müssen sich bei den Netzkosten vorerst auf keine zusätzlichen Belastungen einstellen. „Die Netzentgelte für den Verbraucher werden im kommenden Jahr in vielen Bereichen praktisch nicht steigen“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Entwicklung sei allerdings nicht einheitlich: „In einigen Regionen wird es einen Anstieg geben, in anderen werden sie sinken.“

Die Gebühren für den Stromtransport sind in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich gestiegen. Sie machen fast ein Viertel des Strompreises aus. Von den knapp 30 Cent je Kilowattstunde, die bei einem Verbrauch zwischen 2500 und 5000 Kilowattstunden im Jahr durchschnittlich gezahlt werden, entfallen inzwischen mehr als 7 Cent auf die Netzentgelte.

Bereits 2018 sinken in einigen Regionen die Netzgebühren. Dafür haben laut Homann unter anderem geringere Ausgaben für die sogenannten vermiedenen Netzentgelte gesorgt. „Dort ist der Einstieg in den Ausstieg gemacht worden“, sagte er. Vermiedene Netzentgelte zahlen die Betreiber von Verteilnetzen an lokale Stromproduzenten. Die ursprüngliche Annahme, die dezentrale Stromerzeugung vermeide Netzkosten, hat sich inzwischen als weitgehend falsch herausgestellt. Deshalb wurden die entsprechenden Zahlungen eingefroren. Zudem werde die geplante bundesweite Verteilung der Kosten für die großen Übertragungsnetze für eine Entlastung in einzelnen Regionen sorgen. dpa