Wirtschaft

Statistik Inflation schwächt sich im August auf 1,4 Prozent ab / Ausnahme Nahrungsmittel

Preise steigen langsamer

Archivartikel

Wiesbaden.Die Entwicklung der Energiepreise hat die Inflation in Deutschland im August gedämpft. Die Jahresteuerungsrate lag bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte. In den Vormonaten Juni und Juli hatte die Rate noch 1,6 beziehungsweise 1,7 Prozent betragen. Dämpfend wirkten im August die Energiepreise, die nur noch um 0,6 Prozent stiegen.

Deutlich mehr als im Vorjahresmonat mussten Verbraucher dagegen für Nahrungsmittel zahlen (plus 2,7 Prozent). Vor allem Gemüse wurde teurer, wie aus Daten der Statistischen Landesämter hervorgeht. „Dafür gibt vielfältige Gründe. Die Preise werden unter anderem durch die Nachfrage und das Wetter beeinflusst“, erklärte Hans-Dieter Stallknecht, Referent beim Deutschen Bauernverband. Deutlich teurer geworden sind den Angaben zufolge Tomaten und Paprika, die zum Großteil aus Spanien und den Niederlanden stammen. „Dabei dürfte vor allem die wegen der Hitze gestiegene Nachfrage eine Rolle gespielt haben. Weiß- und Rotkohl sind bei den Temperaturen dagegen eher ein Ladenhüter“, sagte Stallknecht.

Bei den vor allem in Deutschland angebauten Gemüsearten sei insbesondere der hitzeempfindliche Blumenkohl teurer geworden. „Grundsätzlich sind die Unterschiede bei den Verbraucherpreisen aber größer als bei den Erzeugerpreisen. Die Preise für den Verbraucher macht letztlich der Lebensmittelhandel.“

Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,2 Prozent. Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der EZB. Die Notenbank strebt für den Euroraum mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. 

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