Wirtschaft

Logistik Brief- und Paketsparte verursacht herbe Einbußen

Probleme bei der Post

Bonn.Wegen der Probleme im heimischen Brief- und Paketgeschäft ist der Gewinn der Deutschen Post deutlich gesunken. Aufgrund von Kostenexplosionen in dem Bereich verdiente der Dax-Konzern im zweiten Quartal mit 516 Millionen Euro rund 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen gestern in Bonn mitteilte. Zwar verbesserte sich der Umsatz leicht um 1,4 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebit) ging jedoch um elf Prozent auf 747 Millionen Euro zurück.

Hauptgrund für die herben Einbußen sind die Probleme in der Brief- und Paketsparte. „Wir haben nach wie vor Herausforderungen“, sagte Finanzchefin Melanie Kreis. Ein harter Wettbewerb, niedrige Preise und hohe Kosten machen dem Konzern zu schaffen. Mit Einsparungen beim Personal und Millioneninvestitionen will Vorstandschef Frank Appel den Bereich wieder auf Kurs bringen. Auch an der Preisschraube wird gedreht: „Wir planen überdurchschnittliche Preiserhöhungen im Paketbereich“, sagte Kreis. Die Briefpreise sollen Anfang 2019 erhöht werden. Hier befindet sich der Konzern in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, die die Preise genehmigen muss. dpa