Wirtschaft

Lebensmittel Aldi macht Landwirten Zugeständnisse

Protest beendet

Archivartikel

Siek/Hesel.Nach mehrtägigen Protesten von Bauern vor Zentrallagern großer Supermarktketten gibt es Bewegung im Konflikt um die Lebensmittelpreise. Die Landwirte beendeten vorerst die Blockaden der Lagerzufahrten mit Traktoren, nachdem die Discounter Aldi Nord und Süd Zugeständnisse gemacht hatten. Wie Aldi will auch der Lidl-Konzern Gespräche mit Vertretern der Bauern aufnehmen. „Mit Aldi sind wir in den Verhandlungen weitergekommen, zumindest was die Butterpreise angeht“, sagte der Sprecher der Protestbewegung in Niedersachsen, Anthony Lee, am Mittwoch.

Ein Sprecher von Aldi-Nord teilte mit, das Unternehmen habe den Landwirten zugesichert, kurzfristig weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der deutschen Landwirtschaft umzusetzen. Demnach wollen Aldi Nord und Aldi Süd konventionelle und Bio-Frischmilch nur noch aus Deutschland beziehen. Das Unternehmen strebe langfristige Verträge an, um den Landwirten eine bessere Planungssicherheit zu geben.

Hintergrund der Proteste war eine von Aldi angekündigte Senkung der Butterpreise. In mehreren Bundesländern machten Bauern mit ihren Fahrzeugen auf ihre Lage aufmerksam. Sie forderten faire Preise für ihre Produkte. 

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