Wirtschaft

Übernahme Ministerium untersagt Leifeld-Geschäft

Regierung stoppt Chinesen

Archivartikel

Berlin/Ahlen.Die Bundesregierung hat die ursprünglich geplante Übernahme der Firma Leifeld Metal Spinning durch Investoren aus China vorsorglich untersagt. Das Kabinett beschloss gestern eine entsprechende Ermächtigung, wie es aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums hieß.

Es gebe „sicherheitspolitische Gründe“ dafür. Konkret geht es um einen geplanten Verkauf des westfälischen Werkzeugmaschinen-Herstellers Leifeld Metal Spinning. Allerdings habe der chinesische Interessent kurz vor der Kabinettssitzung mitgeteilt, vom geplanten Erwerb des Unternehmens zurückzutreten, hieß es.

Im Nuklearbereich einsetzbar

Die übermittelten Unterlagen würden nun auf ihre Belastbarkeit geprüft. Sollte die Prüfung ergeben, dass der Rücktritt vom Erwerb wirksam sei, gebe es keinen Erwerb mehr. Dann wäre es auch nicht mehr notwendig, die Kabinettsermächtigung zur Untersagung zu gebrauchen.

Leifeld Metal Spinning mit Sitz in Ahlen beschäftigt nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ rund 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen sei Technologieführer bei hochfesten Materialien, die in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, aber auch im zivilen Nuklearbereich verwendbar seien. Wie das „Manager-Magazin“ vor kurzem berichtet hatte, war Leifeld ins Visier der chinesischen Firma Yantai Taihai Corp geraten, die den Maschinenbauer gemeinsam mit der französischen Manoir Unternehmensgruppe übernehmen wollte.