Wirtschaft

Sylt-Flüge Sitzplätze können voll besetzt werden

Rhein-Neckar Air wieder im Aufwind

Mannheim.Nach der langen Pause blickt die Rhein-Neckar Air (RNA) wieder mit Optimismus in die Zukunft. „Wir können das operative Geschäft jetzt wieder rentabel gestalten“, sagt Dirk Eggert, Geschäftsführer der Mannheimer Regionalfluggesellschaft. Am Mittwoch und Donnerstag landeten die ersten zwei Flieger wieder auf Sylt. Der Flughafen auf der Nordseeinsel ist erst seit Montag geöffnet. Die RNA war nach Eggerts Angaben die erste Fluglinie, die Sylt ansteuerte.

Die Maschinen vom Typ Dornier 328, die vom Mannheimer City Airport nach Sylt starteten, waren ausgebucht. Obwohl bei den Flügen natürlich die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, kann die RNA alle 31 Sitzplätze mit Passagieren besetzen. Wie geht das? Nach Eggerts Angaben gibt es in der Maschine auf der einen Seite in jeder Reihe zwei Sitzplätze, und auf der anderen nur einen Sitzplatz. „Weil nach Sylt überwiegend Familien reisen, dürfen diese auch in der Zweierreihe nebeneinander sitzen“, erklärt Eggert, warum in der Regel jeder Platz besetzt werden kann.

Dies wäre bei den Flügen nach Hamburg und Berlin-Tegel anders. Für diese checken meistens nur Geschäftsreisende ein. In den Zweierreihen könnte dann aber nur einer sitzen. Die RNA will diese Linien erst nach den Sommerferien wieder bedienen. Warum nicht schon jetzt? „Es gibt schlichtweg keine Nachfrage. Viele Firmen verzichten auf Geschäftsreisen“, sagt Eggert: „Auf Dauer geht es ohne Hamburg und Berlin-Tegel nicht.“

„Keine Virenschleuder“

Der Geschäftsführer betont, dass die RNA alle corona-bedingten Vorschriften einhalte. Aus Hygienegründen gibt es deshalb auch keine Bordverpflegung. Ängste, dass von der Klimaanlage als eine Art Virenschleuder eine Gefahr für die Passagiere ausgehen würde, bezeichnete Eggert als unbegründet. „Die Luft strömt immer von oben nach unten und wird dadurch ständig gereinigt“, erklärt er.

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