Wirtschaft

Kunststoffe Wolfsburger Werk geht an japanischen Konzern

Röchling verkauft Standort

Mannheim.Die Mannheimer Röchling-Gruppe verkauft ihr Werk in Wolfsburg-Hattorf an den japanischen Autozulieferer Kasai Kogyo. Betroffen sind 170 Mitarbeiter. Für diese gelte aber auch bei dem neuen Eigentümer eine Beschäftigungssicherung, wie eine Röchling-Sprecherin erklärte. Die Transaktion biete dem Werk „eine langfristige Perspektive“ mit dem richtigen Partner, heißt es in einer Mitteilung.

Investition in Elektromobilität

Das Werk Wolfsburg-Hattorf wurde 2001 errichtet. Dort werden Tür- und Seitenverkleidungen für Automobile, also Innenraumteile, hergestellte. Im Zuge einer neuen Strategie, die 2011 angestoßen wurde, sieht Röchling den Bereich Innenraum nicht mehr als Kerngeschäft. Der Hersteller von Spezialkunststoffen will sich verstärkt auf Systeme und Komponenten für Elektromobilität und Aerodynamik konzentrieren. So wird denn auch der Erlös aus dem Verkauf, den Röchling nicht näher beziffert, in die Elektromobilität investiert. Hier entwickelt der Konzern zum Beispiel Lösungen für kabelloses Laden der Autobatterien.

Die Röchling-Gruppe mit Sitz in Mannheim ist ein Familienunternehmen mit 9700 Mitarbeitern und 90 Standorten weltweit. Neben der Autozuliefersparte Automotive gehören auch die Unternehmensbereiche Industrial und Medical zu dem Konzern. Röchling erzielte 2017 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Am 23. Mai stellt die Gruppe ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 vor.