Wirtschaft

Real Metro-Verhandlungen mit Investoren „sozusagen“ beendet

Rund 30 Märkte schon bald dicht

Düsseldorf.Rund 30 der noch bestehenden 276 Real-Märkte sollen nach dem bevorstehenden Verkauf der Supermarktkette an die Finanzinvestoren SCP und x+bricks geschlossen werden. Das sagte der Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, Olaf Koch, am Donnerstag in Düsseldorf. Der Manager berichtete, die Verkaufsverhandlungen seien „sozusagen abgeschlossen“. Es sei geplant, dass die Gremien beider Unternehmen noch am Donnerstag ihre Zustimmung zum ausgehandelten Vertrag geben.

Ob unter den 30 Märkten auch einer der zehn in der Region ist, konnte eine Metro-Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung nicht beantworten. „Ein verbindlicher Vertragsschluss ist noch nicht erfolgt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht zu einzelnen Standorten äußern können.“

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will sich ganz auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren und suchte deshalb seit geraumer Zeit nach einem Käufer für die schwächelnde Supermarkt-Sparte. Nach dem Verkauf soll Real mit derzeit rund 34 000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen Kern von 50 Real-Märkten für mindestens 24 Monate weiter betreiben. Der Großteil der Filialen soll an Händler wie Edeka oder Kaufland gehen. Von den neuen Betreibern werde die Zusicherung erwartet, Real-Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, sagte Koch. Filialen ohne Zukunftsperspektiven sollen geschlossen werden.

Auch im Weihnachtsquartal erwies sich Real erneut als Sorgenkind der Metro. Weitere Wertberichtigungen kurz vor dem Verkauf sorgten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 für rote Zahlen beim Mutterkonzern. Unterm Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen mitteilte. Die Wertberichtigungen auf Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro.

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