Wirtschaft

E-Mobilität Ministerium für Verkehr plant Spitzengespräch

Schnellerer Ausbau von Ladenetzen

Archivartikel

Berlin.Nach langem Zögern drücken Bund und Branche beim Ausbau des Ladesäulennetzes aufs Tempo. „Ein Spitzengespräch zum Thema Ladesäulen zwischen Bundesverkehrsministerium, Bundeswirtschaftsministerium und der Branche ist derzeit in Planung“, teilte das Verkehrsministerium mit. Die Chefin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller, forderte eine Konferenz mit Bund, Ländern und Kommunen sowie Vertretern weiterer Branchen „noch vor Weihnachten “.

Zu Details wollte ein Ministeriumssprecher zunächst keine Angaben machen. Müller will an dem Treffen außer Bund, Ländern und Kommunen auch Gebäudewirtschaft, Mineralölfirmen, Parkhausbetreiber und Flughäfen beteiligen.

Zu den wichtigen Themen gehörten beschleunigte Planungsverfahren und erleichterte Genehmigungen für Ladestationen an Tankstellen, der Ausbau des Ökostroms und eine Befreiung des Ladestroms von der EEG-Umlage. „Ladestrom muss billiger sein als Diesel“, sagte Müller und forderte zudem von den Städten und Gemeinden jeweils einen Ausbauplan für Elektromobilität. „Jeder Bürgermeister muss das ganz oben auf die Agenda setzen.“

Nachfrage nimmt zu

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) forderte mehr Anstrengungen beim Aufbau eines EU-weiten Ladenetzes für E-Autos und einen koordinierten Ausbau der erneuerbaren Energien. Beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hieß es, der „Hochlauf der Elektromobilität braucht die Automobilhersteller genauso wie die Energiewirtschaft, die Logistik und die Wohnungswirtschaft“.

Die Nachfrage nach E-Autos boomt nicht nur hierzulande, auch wegen erhöhter staatlicher Kaufprämien, die die Nachfrage inmitten der Corona-Pandemie ankurbeln sollen. Im Oktober lag die Zahl neu zugelassener Pkw mit Elektro- oder Plug-In-Hybrid-Antrieb nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bei fast 48 000. Im Januar waren es gut 16 000. 

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