Wirtschaft

Siemens Konzern will kriselnde Kraftwerksparte ausgliedern

Sorgenkind vor Börsengang

München.Siemens will die kriselnde Kraftwerksparte ausgliedern und als neue Gesellschaft an die Börse bringen. Damit trennt sich der Münchner Konzern von einem Bestandteil seines Kerngeschäfts und treibt seine Ausrichtung auf digitale Technologien weiter voran. Die neue Gesellschaft soll zudem Siemens’ Mehrheitsanteil am Gemeinschaftsunternehmen Siemens Gamesa, der Windkraftsparte, übernehmen, wie der Konzern gestern Abend mitteilte. Eine Börsennotierung wird bis zum 20. September des kommenden Jahres angestrebt.

„Dabei gibt Siemens die Mehrheit am neuen Unternehmen ab, bleibt aber als starker Ankeraktionär engagiert“, hieß es. „Der Anteil soll anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und auf Sicht die Sperrminorität nicht unterschreiten.“

Sowohl Siemens Gamesa als auch die neue Gesellschaft sollen künftig aus der eigenen Bilanz ausgegliedert werden. „Angesichts der Gesamtsituation des Geschäftsbereichs im aktuellen Marktumfeld akzeptiert die Arbeitnehmerseite diese Pläne nach intensiver Analyse und Diskussion“, teilte die IG Metall am Abend mit. „Betroffen sind bundesweit fast 20 Standorte mit zusammen deutlich über 20 000 Beschäftigten.“