Wirtschaft

Hauptversammlung Lufthansa stellt Bedingungen für Staatshilfen / Grünes Licht in Bern

Spohr warnt vor Schuldenberg

Archivartikel

Frankfurt/Bern.Lufthansa-Chef Carsten Spohr (Bild) hat bei den anstehenden Staatshilfen vor zu hohen Schuldenlasten gewarnt. „Vor allem dürfen wir uns nicht überschulden. Das würde uns über Jahre lähmen“, sagte der Vorstandschef am Dienstag bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns.

Das Unternehmen müsse bereits jetzt planen, wie staatliche Kredite und Beteiligungen nach Bewältigung der Corona-Krise so schnell wie möglich wieder zurückgeführt werden können, sagte Spohr.

Die Politik müsse darauf achten, dass Hilfen nicht zu einer Schieflage im internationalen Wettbewerb führen, erklärte Spohr. Wettbewerber aus den USA oder China könnten sich in der aktuellen Situation mit staatlicher Hilfe gesund sanieren. Der Wettbewerb dürfe nicht durch Art und Umfang unterschiedlicher Staatshilfen verzerrt werden. Lufthansa brauche jetzt staatliche Unterstützung. „Aber wir brauchen keine staatliche Geschäftsführung“, sagte Spohr.

Die Staatshilfe der Schweiz für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss ist unter Dach und Fach. Am Dienstag bewilligte auch die zweite Schweizer Parlamentskammer, der Ständerat, die von der Regierung geplanten Kreditgarantien. Insgesamt können sich Swiss und Edelweiss Kredite im Umfang von 1,5 Milliarden Franken (1,43 Mrd Euro) von einem Bankenkonsortium besorgen. 85 Prozent davon – knapp 1,3 Mrd Franken – garantiert der Bund. Bei einer Nichtrückzahlung würde der Schweizer Staat Eigentümer der Swiss. dpa (Bild: dpa)

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