Wirtschaft

Gastronomie Viele Kommunen eröffnen Möglichkeiten zur Außenbewirtung in der kühleren Jahreszeit / Heizpilze in Stuttgart vorerst wieder erlaubt

Städte wollen Restaurants und Kneipen beistehen

Archivartikel

Mainz/Stuttgart.Die von der Corona-Krise angeschlagene Gastronomie in Rheinland-Pfalz kann auf Unterstützung in der bevorstehenden ungemütlichen Jahreszeit hoffen. Nicht wenige Gastwirte befürchten, dass die Gäste, die bisher im Freien empfangen wurden, wegbleiben, weil sie aus Sorgen vor einer Corona-Ansteckung nicht in Innenräume wollen. Daher wird in vielen Rathäusern von Neuwied im Norden bis Pirmasens im Süden überlegt, wie man Kneipen, Restaurants und Bistros helfen kann, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Immer wieder wird die Möglichkeit genannt, Heizpilze oder Heizstrahler zur Unterstützung der Außengastronomie aufzustellen. Die gelten zwar als bedenklich in Sachen Klimaschutz, erscheinen aber vielen als Chance, die Gäste auch bei tieferen Temperaturen vor die Tür zu locken und damit die Gastronomie durch die Krise zu bringen. Auch sonst sind viele Rathäuser bemüht, den Gastwirten zur Seite zu stehen und auf allzu viel Bürokratie zu verzichten. Dabei geht es beispielsweise um das Aufstellen von Windfangen und Zelten oder die Bereitstellung von Außenflächen – das oft sogar gebührenfrei.

In Ludwigshafen hielt sich die Verwaltung zunächst noch bedeckt. Dort hieß es lediglich, dass Heizpilze zwar „für das Klima nicht förderlich“, in der Stadt aber auch nicht genehmigungsbedürftig seien. In der Landeshauptstadt Mainz sind Heizpilze und -strahler erlaubt. Der Außengastronomie wurden bereits im Zuge der Corona-Pandemie „die maximal möglichen Flächen“ zur Verfügung gestellt, wie die Stadt mitteilte.

In Stuttgart ist der Betrieb von Heizstrahlern in der Innenstadt vorerst wieder erlaubt. Der Gemeinderat stimmte mit großer Mehrheit dafür, das bestehende Verbot auszusetzen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatte sich dafür starkgemacht, weil er den Gastwirten in der Corona-Pandemie entgegenkommen wollte. Ihnen soll im Herbst und Winter ein besseres Geschäft auch in den Außenbereichen ermöglicht werden.

Aus Umweltschutzgründen waren Heizpilze in Stuttgart in den Wintermonaten verboten; so wie in vielen anderen Orten auch. Nun sind sie bis Ende März 2021 gestattet. 

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