Wirtschaft

Tarife Ryanair und Verdi kurz vor einer Einigung

Streikgefahr gebannt

Frankfurt/Dublin.Nach mehreren Streiks bahnt sich im Dauer-Tarifstreit beim Billigflieger Ryanair in Deutschland eine erste Einigung an. Das irische Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die rund 1000 Flugbegleiter verständigt, wie beide Seiten gestern mitteilten. Die Einigung beinhalte auch einen Sozialplan für Beschäftigte von Stationen, die geschlossen werden. Ryanair erklärte, es sei ein Tarifvertrag unterzeichnet worden, Verdi hingegen sprach von einer Vorvereinbarung.

Die Gewerkschaft will die Beschäftigten über das zweiseitige Eckpunktepapier bis Dienstag abstimmen lassen. Nehmen die Mitarbeiter an, werde auf dieser Grundlage der Tarifvertrag ausgehandelt, sagte eine Verdi-Sprecherin. Der Tarifkonflikt bei dem Billigflieger läuft seit etwa einem Jahr, verhandelt wird für etwa 1000 Flugbegleiter, darunter rund 700 Leiharbeiter.

„Dies sind weitere konkrete Zeichen für den substanziellen Fortschritt, den Ryanair dabei macht, Vereinbarungen mit unseren Mitarbeitern und ihren Gewerkschaften in mehreren europäischen Ländern zu schließen“, kommentierte Personalchef Eddie Wilson die Übereinkunft mit Verdi.

Die wiederkehrenden Streiks bei dem Billigflieger hatten in diesem Sommer das Chaos an den europäischen Flughäfen noch weiter verstärkt. dpa