Wirtschaft

Energie Im Juni zeitweise Hilfe aus dem Ausland nötig

Stromnetze überlastet

Archivartikel

Essen.Das deutsche Stromnetz ist an mehreren Tagen im Juni überlastet gewesen, weil weniger Strom produziert wurde als benötigt. „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“, teilten die Übertragungsnetzbetreiber am Dienstag mit. Die Gründe für das starke Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch seien noch nicht geklärt.

Unvorhergesehene Leistungsschwankungen im Stromnetz sind nicht ungewöhnlich. Um sie ausgleichen zu können, setzen die Übertragungsnetzbetreiber die für den Notfall bereitgehaltene Regelenergie ein. Am 6., 12. und 25. Juni habe der Bedarf an dieser Regelenergie im Schnitt sechs Gigawatt betragen, teilten die Netzbetreiber mit. Das sei doppelt so viel gewesen, wie vertraglich bereitgestanden habe. Die Netzbetreiber mussten deshalb unter anderem zusätzliche Stromlieferungen an der Strombörse und im Ausland beschaffen.