Wirtschaft

Immobilien Mieten in Unistädten stark gestiegen

Studenten zahlen mehr

Köln/Heidelberg.Studierende in Baden-Württemberg müssen für Wohnungen immer tiefer in die Tasche greifen. In Heidelberg und Karlsruhe sind die Mieten in diesem Jahr im Vergleich zu 2010 um 22 beziehungsweise 29 Prozent gestiegen. Das geht aus dem gestern vorgestellten Studentenwohnpreisindex hervor, der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Auftrag gegeben worden war. Dabei wurde die Mietpreisentwicklung an 18 ausgewählten Hochschulstandorten in Deutschland betrachtet.

Um die Mieten vergleichen zu können, haben die Verfasser jeweils 30 Quadratmeter große Musterwohnungen im Umkreis der Universität ausgewertet. Demnach müssen Studierende in Karlsruhe für eine solche Wohnung aktuell knapp 400 Euro Warmmiete bezahlen. In Heidelberg sind es rund 440 Euro. Allein im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten stark gestiegen: In Karlsruhe mussten Studierende 2018 rund fünf Prozent mehr Miete als noch 2017 bezahlen, in Heidelberg waren es sechs Prozent. Dabei kommt der Südwesten noch vergleichsweise gut weg. In Berlin sind die Mieten im Vergleich zu 2010 um 67 Prozent in die Höhe geschnellt.

Am teuersten wohnt es sich derzeit in München – mehr als 600 Euro müssen Studierende hier für eine Musterwohnung aufbringen. dpa