Wirtschaft

IG Metall Mehr Geld für rund 200 Mitarbeiter

Tarifeinigung bei Leica Microsystems in Mannheim

Archivartikel

Mannheim.IG Metall und Geschäftsführung des Optik- und Feinmechanikherstellers Leica Microsystems in Mannheim haben sich auf Eckpunkte eines Tarifvertrags geeinigt. Das teilte die Gewerkschaft gestern mit. Vorausgegangen waren lange Auseinandersetzungen und mehrere Warnstreiks.

Schrittweise Anpassung

Die jetzt gefundene Lösung gilt für die rund 200 Mitarbeiter in Manheim. Sie hatten bisher deutlich weniger verdient als ihre Kollegen in der Konzernzentrale im hessischen Wetzlar, wo schon jetzt der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie gilt. Diese Ungleichbehandlung hatte für den Ärger gesorgt.

Die jetzt gefundene Einigung sieht nach Angaben der Gewerkschaft vor, dass die Gehälter in Mannheim schrittweise in den kommenden Jahren zunächst an das Tarifniveau in Hessen und später in Baden-Württemberg herangeführt werden. Insgesamt mache das eine Erhöhung um rund 23 Prozent aus, heißt es. Parallel soll die Arbeitszeit von aktuell 40 auf 35 Stunden abgesenkt werden.

„Wir sind zufrieden, was wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen bei Leica erreichen konnten“, sagt Klaus Stein, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Mannheim. „Es ist wieder einmal klar geworden, dass es für Bewegung die Bereitschaft der Beschäftigten braucht, sich gemeinsam für ihre Rechte zu organisieren.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende Erik Hartmann reagierte erleichtert: „Wir sind froh darüber, dass wir eine Vereinbarung abschließen konnten, die Leica Mircrosystems Mannheim zu einem attraktiven Arbeitgeber für hoch qualifizierte Arbeitskräfte in der Region macht.“

Das erzielte Tarifergebnis sei den Beschäftigten von Arbeitgeber und Gewerkschaft bereits gemeinsam vorgestellt worden, hieß es gestern weiter. Nun gelte für beide Seiten noch eine Erklärungsfrist bis zum 30. November.