Wirtschaft

Tarifparteien nähern sich behutsam an

Arbeitgeber und IG Metall im Südwesten haben sich im Tarifkonflikt ein erstes kleines Stück aufeinander zu bewegt. Beide Seiten betonten jedoch nach der dritten Verhandlungsrunde gestern in Böblingen, dass ihre Vorstellungen in den wesentlichen Punkten noch deutlich auseinander liegen. Nun soll eine Expertengruppe Lösungsvorschläge für das umstrittene Thema Arbeitszeit erarbeiten, bevor am 24. Januar erneut verhandelt wird. Die Warnstreiks gingen bis dahin unvermindert weiter, kündigte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger an. Es gebe zwar Zuversicht, die Situation sei aber nicht geeignet, „auch nur ein Wölkchen weißen Rauch aufsteigen zu lassen“. Südwestmetall-Chef Stefan Wolf sagte, er sehe ein erstes Entgegenkommen der IG Metall, beim Thema Arbeitszeit auch über mehr Flexibilität nach oben zu sprechen. Was die Entgeltforderung und die Frage der Zuschüsse bei Arbeitszeitreduzierung angehe, sei man allerdings keinen Schritt weiter. dpa