Wirtschaft

Mobilfunk Anbieter kündigt Investitionen in neuen Standard an – wenn Bundesnetzagentur die passenden Bedingungen schafft

Telekom dringt auf faire Auktionsregeln

Archivartikel

Berlin.Die Deutsche Telekom hat verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G angemahnt. „Wir sind bereit, Milliarden Euro zu investieren, müssen dafür aber auch die Chancen abschätzen können“, sagte Telekom-Vorstand Dirk Wössner gestern auf der IFA in Berlin. Wössner verwies auf den harten Preisdruck in der Telekommunikationsbranche. „Für uns ist es wichtig abzusehen, unter welchen Bedingungen wir uns bei neuen Geschäftsbereichen einlassen.“

Die bei der anstehenden Frequenz-Auktion zugesicherten Rahmenbedingungen enthielten noch „viel zu viele Unsicherheiten“. Die Versteigerung der Frequenzen durch die Bundesnetzagentur für den neuen Mobilfunkstandard 5G ist für das kommende Jahr geplant.

500 Stationen sind Pflicht

Am Donnerstag hatte die Bundesnetzagentur erste konkrete Bedingungen vorgelegt. Demnach sollen etwa bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte in Deutschland mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Ein Nationales Rating soll es nicht geben. Bieter sollen jedoch verpflichtet werden, je nach Frequenzbereich jeweils 500 Basisstationen aufzustellen. In einem 5G-System würden jedoch unterschiedliche Technologien zusammengeführt, betonte Wössner. Auflagen müssten deshalb auf jeden Fall technologieneutral formuliert werden. Die aufgestellten Rahmenbedingungen enthielten generell noch zu viele Unsicherheiten. „Was wir brauchen, ist aber Sicherheit, Klarheit, keine Ausnahmen und keine Regulierung durch die Hintertür“, sagte Wössner.

Der neue Standard soll die Nutzung des Smartphones effizienter machen: Daten können schneller übertragen werden, gleichzeitig soll der Stromverbrauch verringert werden. red/dpa