Wirtschaft

Börsenpläne Twitter-Nachricht könnte zu Klagen führen

Tesla-Chef droht Ärger

New York.Die per Twitter-Nachricht verbreiteten Planspiele von Tesla-Chef Elon Musk, seine Firma womöglich von der Börse zu nehmen, könnten einem Medienbericht zufolge Ermittlungen nach sich ziehen. Die US-Börsenaufsicht SEC habe sich bei Tesla erkundigt, ob die massiv kursbewegende Mitteilung den Tatsachen entspreche und warum sie über den Kurznachrichtendienst Twitter lanciert worden sei, schrieb das „Wall Street Journal“ gestern unter Berufung auf Insider. Die Behörde gab keinen Kommentar ab.

Normalerweise verbreiten börsennotierte Unternehmen Nachrichten, die das Zeug haben, den Aktienkurs stärker schwanken zu lassen, außerhalb der Handelszeiten als Pflichtmitteilungen. Für besonderen Argwohn an den Märkten sorgt zudem Musks Behauptung, die Finanzierung, um Tesla zum Kurs von 420 Dollar pro Aktie zu privatisieren, sei gesichert. Um Tesla zu privatisieren, müsste den Aktionären angeboten werden, ihre Anteile zurückzukaufen. Rechtlich könnte der Vorfall brisant sein, denn Musks Tweet trieb den Aktienkurs kräftig in die Höhe. Sollte er geblufft haben, etwa um Spekulanten eins auszuwischen, die gegen die Aktie wetten, könnte dies Klagen wegen Marktmanipulation nach sich ziehen. dpa