Wirtschaft

Handel Buchkette kämpft gegen Leserschwund an

Thalia richtet sich neu aus

Archivartikel

Düsseldorf.Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia will dem Leserschwund in Deutschland nicht länger tatenlos zusehen. Thalia-Chef Michael Busch kündigte gestern in Düsseldorf eine Neuausrichtung der Kette an, die annähernd 300 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreibt. Die Buchläden sollen viel stärker als bisher zum Begegnungsort werden, etwa mit Cafés und Spielecken für Kinder. Innerhalb von drei Jahren sollen alle Filialen umgestellt werden. Gleichzeitig plant der Buchhändler eine Werbekampagne für das Lesen. Hintergrund: Nach einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist die Zahl der Buchkäufer in den vergangenen fünf Jahren um rund 6,4 Millionen gesunken. „Jeder Vierte liest überhaupt nicht mehr. Das wollen – und müssen – wir ändern“, sagte Busch. Helfen soll dabei ausgerechnet US-Präsident Donald Trump. Einer der Slogans für die geplanten Plakataktionen und TV-Spots heißt kurz und knapp: „Donald Trump liest nicht gern.“