Wirtschaft

Australien Geldstrafe nach Sicherheitsproblem

Thermomix muss zahlen

Sydney.Nach mehreren Unfällen mit der Küchenmaschine Thermomix muss eine Vertriebsfirma in Australien eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 2,9 Millionen Euro zahlen. Der Bundesgerichtshof in Melbourne sieht als erwiesen an, dass das Unternehmen namens Thermomix in Australia (TiA) trotz eines bekannten Sicherheitsproblems die Küchengeräte verkauft hat. Außerdem habe es die Öffentlichkeit über die Sicherheit der Produkte in die Irre geführt und Rückerstattungen verweigert, hieß es gestern.

Die oberste australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hatte 2017 ein Gerichtsverfahren gegen TiA eingeleitet, nachdem mindestens 14 Fälle bekannt wurden, in denen Thermomix-Kunden beim Hantieren mit einem älteren Modell der Küchenmaschine verletzt wurden. Das Gericht befand nun, dass TiA das Thermomix-Modell knapp drei Monate lang weiterverkaufte, obwohl das Unternehmen das potenzielle Verletzungsrisiko kannte. Erst im September 2014 informierte die Firma die Verbraucher im Rahmen eines Rückrufs über die Sicherheitsprobleme. dpa