Wirtschaft

Fahrdienstvermittler Aktie startet unter Ausgabepreis

Uber-Debüt floppt

New York.Der US-Fahrdienstvermittler Uber ist bei der größten Börsenpremiere seit Jahren auf schwache Nachfrage von Anlegern gestoßen. Der erste Kurs der unter dem Tickerkürzel „UBER“ gelisteten Papiere lag gestern bei 42 Dollar – knapp sieben Prozent unter dem Ausgabepreis von 45 Dollar. Das kalifornische Unternehmen hatte beim Börsengang rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) eingesammelt, seine Aktien aber nicht so erfolgreich wie erhofft platzieren können.

Angesichts der schlechten Stimmung am Markt hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Nachfrage verhalten sein dürfte, dennoch ist der Handelsauftakt eine Enttäuschung. Uber stemmte den größten Börsengang seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba 2014. Die in San Francisco ansässige Firma war von Investoren insgesamt mit 82 Milliarden Dollar bewertet worden, damit aber deutlich unter der zeitweise angepeilten Marke von 100 Milliarden Dollar geblieben.

Aufgrund der jüngsten Verluste an den Börsen war bereits spekuliert worden, dass der Zeitpunkt für Ubers Premiere sich als unglücklich erweisen könnte. Dem „Wall Street Journal“ zufolge geriet Uber im ersten Quartal sogar noch tiefer in die Verlustzone. In den zwölf Monaten bis Ende März wurden demnach 3,7 Milliarden Dollar eingebüßt – ein Rekordminus für Unternehmen im Jahr vor ihrem Börsengang.