Wirtschaft

Fahrdienst-Vermittler Britische Hauptstadt wirft dem US-Unternehmen Gefährdung von Fahrgästen vor / Deutsche Taxibranche fordert ebenfalls Verbot

Uber verliert Lizenz in London

Archivartikel

London.Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber hat erneut seine Lizenz in London verloren. Die zuständige Transportbehörde wirft Uber die Gefährdung von Fahrgästen vor. Zentrales Problem: Das Profilbild des Fahrers in der Uber-App. London ist einer der wichtigsten Märkte für Uber.

Das Unternehmen kündigte am Montag umgehend an, Berufung einzulegen. Dafür hat Uber 21 Tage Zeit und könnte dann weiterfahren, bis über den Widerspruch entschieden wurde. Im Kern wirft die Behörde Transport for London (TfL) Uber vor, dass nicht-autorisierte Fahrer Passagiere befördern konnten. Das sei in mindestens 14 000 Fällen passiert, all diese Fahrten seien demnach nicht versichert gewesen.

Möglich wurden die Fahrten mit nicht-autorisierten Fahrern demnach wegen eines technischen Systemwechsels. Normalerweise hat ein autorisierter Fahrer ein Bild von sich in der Uber-App. Damit kann der Kunde sicherstellen, dass es sich auch wirklich um den autorisierten Fahrer handelt, bei dem er einsteigt.

Zuletzt sei es aber möglich gewesen, dass nicht-autorisierte Fahrer ihre Fotos auf Konten von anderen Fahrern hochluden, hieß es von der TfL. So konnten sie Passagiere abholen, als wären sie der autorisierte und gebuchte Fahrer.

Für das Unternehmen ist es bei weitem nicht die einzige Region mit rechtlichen Problemen. Vor allem auch in Deutschland wird regelmäßig gestritten. Großer Uber-Gegner ist die Taxibranche. Sie reagierte am Montag entsprechend: „Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die Konsequenz kann nur heißen, dass auch in Deutschland die Ampeln für Uber auf Rot gestellt werden müssen“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen, Michael Oppermann. „Uber ist eine Gefahr für die Fahrgäste.“ dpa

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