Wirtschaft

Umwelt Maßnahmen gegen Plastikflut vorgeschlagen

Verbände für SUV-Verbot

Archivartikel

Berlin.Umweltverbände haben drastische Maßnahmen vorgeschlagen, um die „Plastikflut“ mit ihren enormen Folgen für Umwelt und Klima zu stoppen. Sie legten am Dienstag 15 Forderungen an die Bundesregierung vor – von einer Abgabe auf besonders umweltschädliche Einwegartikel wie Plastiktüten und Kaffeebecher zum Mitnehmen bis hin zu einem SUV-Verbot. „Plastik überschwemmt mittlerweile unsere Umwelt – und ist heute eines der sichtbarsten und größten ökologischen Probleme“, heißt es in einem Papier, das am Mittwoch in Berlin vorgelegt wurde. Beteiligt sind unter anderem Greenpeace, der BUND und die Deutsche Umwelthilfe.

20 Cent Mindestabgabe

Als angemessene Abgabe auf besonders umweltschädliche Einwegartikel wie Plastiktüten, Einwegplastikflaschen und Kaffeebecher wird ein Betrag von mindestens 20 Cent angesehen. Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, sagte zudem, Plastikflaschen oder Getränkekartons müssten verboten werden. Über Getränkeverpackungen hinaus müssten verbindliche Mehrwegquoten auch für Verkaufs-, Transport- und Versandverpackungen festgelegt werden.

Die Verbände sind außerdem für die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Gewichtsreduzierungen bei Kraftfahrzeugen bis hin zu einem Verbot von Sportgeländewagen (SUV), um den Reifenabrieb zu reduzieren. Durch Abrieb fielen jedes Jahr tausende Tonnen Mikroplastik an. dpa

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