Wirtschaft

Wüstenrot & Württembergische Geringere Schäden sorgen für deutlich höheren Überschuss

Versicherer steigert Gewinn

Ludwigsburg.Deutlich geringere Versicherungsschäden und ein verbessertes Finanzergebnis haben dem Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische zu einem Gewinnsprung verholfen. Im ersten Halbjahr lag der Aufwand für Elementarschäden deutlich unter dem Vorjahreszeitraum, teilte der Finanzkonzern mit. 2018 hatte unter anderem das Sturmtief Friederike für höhere Schäden gesorgt.

Der Konzernüberschuss stieg nun um mehr als 50 Prozent auf 175,8 Millionen Euro. Neben den niedrigen Schadenssummen trug auch die verbesserte Bewertung von Wertpapieren zu dem Gewinnanstieg bei. Damit liegt der Konzern auf Kurs für seinen Plan, in diesem Jahr einen Überschuss am oberen Ende der langfristig angepeilten Spanne von 220 bis 250 Millionen Euro zu erreichen. 2018 hatte W&W 215 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

„Schwung verstärkt“

Besonders gut lief das Geschäft mit der Baufinanzierung bei der Bausparkasse Wüstenrot. Auch bei der Württembergischen Versicherung entwickelte sich die Schaden- und Unfallversicherung positiv. Alle Bereiche – Kraftfahrzeug, Firmenkunden- und Privatkundenversicherung – trugen den Angaben zufolge zu dem Wachstum bei.

„Wir haben im ersten Halbjahr 2019 den Schwung des vergangenen Jahres mitgenommen und nochmals verstärkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Junker. Trotzdem tue der Versicherer gut daran, mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf vorsichtig zu bleiben. „Die sich abschwächende Konjunktur in Deutschland und vor allem die andauernden Niedrigzinsen in der Eurozone bleiben Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben“, so Junker weiter. 

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