Wirtschaft

Deutsche Bahn Milliardenhilfen könnten bald fließen

Virus trübt die Stimmung

Berlin.Noch vor wenigen Monaten war die Atmosphäre bei der Deutschen Bahn von Aufbruchstimmung geprägt. Inmitten der Klimadebatte hatte sich der Konzern gut positioniert als zentraler Baustein einer klimafreundlichen Verkehrswende. Doch der Aufbruchstimmung hat das Virus schwer geschadet. Statt um Investitionen für den Klimawandel geht es nun um Staatshilfen und neue Schulden. Am Freitag berichtete Konzernchef Richard Lutz dem Aufsichtsrat, wie schwer das Virus den Konzern finanziell getroffen hat. Denn obwohl die Fahrgastzahlen in der Krise um rund 90 Prozent eingebrochen sind, hat die Bahn ihre Kapazitäten nur gering angepasst. Und im Regionalverkehr nähert sich der Konzern schon wieder dem Normalfahrplan. Von Kurzarbeit keine Spur. Ein gemeinsames Papier des Finanz- und des Verkehrsministeriums geht von Corona-Kosten in Höhe von 11 und 13,5 Milliarden Euro aus.

Über eine weitere Kapitalerhöhung will der Bund den eigenen Konzern nun unterstützen. 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro könnten fließen, die erste Tranche laut Papier schon in wenigen Wochen. Die EU-Kommission muss die Beihilfe aber noch prüfen.

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