Wirtschaft

Wasserstände Minister stellt neues System vor

Vorhersage für zehn Tage

Koblenz.Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat am Mittwoch in Koblenz (Rheinland-Pfalz) den Startschuss für eine neue Zehn-Tage-Vorhersage für niedrige Rhein-Wasserstände gegeben. Sie soll Binnenschiffern im Klimawandel ermöglichen, besser zu planen, wie viel sie gefahrlos laden können.

Teil eines Aktionsplans

Laut Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) sagt die Zehn-Tage-Prognose die Wasserstände an den sieben Rhein-Pegeln Oestrich, Kaub, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich voraus und nennt dafür jeweils die Wahrscheinlichkeit. Am zehnten Tag betrage die Unsicherheit meist jeweils etwa 35 Zentimeter nach oben und unten. Der neue Service basiere unter anderem auf 72 einzelnen Wettervorhersagen, hieß es.

Die Zehn-Tage-Prognose ist Teil des „Aktionsplans Niedrigwasser Rhein“. Scheuer hatte diesen Acht-Punkte-Plan im Juli 2019 auf einem Rheinschiff bei Köln präsentiert. Er lobte die BfG, den ersten Punkt „nach wenigen Monaten“ bereits umgesetzt zu haben.

Der Minister erinnerte an den regenarmen Sommer 2018 mit extremem Rhein-Niedrigwasser. Damals warteten Tankstellen vergeblich auf Sprit, Unternehmen konnten ihre Rohstoffe nicht mehr transportieren. Scheuer sagte mit Blick auf den Chemiekonzern BASF, ohne dessen Namen zu nennen, dieser habe seinerzeit 400 Millionen Euro eingebüßt: „Das wird irgendwann mal zur Standortfrage.“ dpa

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