Wirtschaft

Netz Cyberkriminelle locken mit gefälschten Marken-Webseiten

Vorsicht bei Domainname

Archivartikel

München.Cyberkriminelle locken Anwender im Web verstärkt auf gefälschte Websites von großen internationalen Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleistern. Das geht aus einer Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens Palo Alto Networks hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Angreifer lassen dafür Internet-Adressen („Domains“) registrieren, die den Namen der Marken enthalten oder Tippfehler der Anwender für einen Angriff ausnutzen. Besonders häufig würden die Webseiten von PayPal, Apple, Netflix, LinkedIn, Amazon, Dropbox oder TripAdvisor gefälscht.

Mit dem sogenannten Squatting von Domains versuchen die Cyberkriminellen, die Benutzer zu verwirren, damit sie glauben, sie würden sich auf einer legitimen Seite befinden. Im zweiten Schritt gehe es darum, Zugangsdaten abzufischen. Allein im Dezember 2019 seien knapp 14 000 Squatting-Domains entdeckt worden. Die Forscher fanden heraus, dass knapp 2600 besetzte Domainnamen bösartig sind.

Eine Domain im Zusammenhang mit Samsung habe die gefährliche Malware „Azorult“ zum Stehlen von Kreditkarteninformationen gehostet. Mehrere Phishing-Websites im Zusammenhang mit Netflix seien eingerichtet worden, um Opfer zum erneuten Bezahlen einer Rechnung zu bewegen. 

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