Wirtschaft

Betriebsrat IG Metall Heidelberg wittert Wahlbetrug

Vorwürfe gegen Lamy

Archivartikel

Heidelberg.Die Gewerkschaft IG Metall Heidelberg hat beim Arbeitsgericht Klage gegen den Heidelberger Schreibgeräte-Hersteller Lamy erhoben. Bei der Betriebsratswahl des Unternehmens soll es der Gewerkschaft zufolge zu einer Vielzahl „verschiedener, gravierender Verstöße“ gekommen sein, bei der Lamy in den Wahlkampf eingegriffen habe. Unter anderem wirft die Gewerkschaft vor, dass nur neun statt elf Mitglieder wählbar gewesen seien. Zudem hätte eine der drei Listen wegen fehlender Anforderungen nicht zugelassen werden dürfen. Auch Peter Utsch, einer der drei Geschäftsführer, ist Teil der Kritik. Er soll Bewerbern einer Liste Vorteile, wie die Benutzung der Dienstgeräte für den Wahlkampf, gewährt haben.

Einer Unternehmenssprecherin zufolge weise die Geschäftsführung die Vorwürfe zurück. Es soll bei der Wahl nicht zu Regelverstößen gekommen sein. Auch habe es keine Beeinflussung in Form von Verboten oder Zugeständnissen gegeben. Am 25. September will das Gericht ein Urteil fällen. obit