Wirtschaft

Dieselskandal US-Behörden schicken Ex-FBI-Mitarbeiter

VW: Weiterer Prüfer

Archivartikel

Wolfsburg.Bei Volkswagen soll knapp vier Jahre nach dem Beginn des Dieselskandals ein weiterer US-Prüfer die Einhaltung von Regeln absichern. Der bisher als „Monitor“ eingesetzte Jurist Larry Thompson erhalte in Kürze Unterstützung durch den früheren FBI-Mitarbeiter John Hanson, kündigte ein Konzernsprecher am Montag an.

VW erklärte, die amerikanische Umweltbehörde EPA habe Hanson benannt, um die Umweltstandards im Unternehmen zu untersuchen – als unabhängiger „Auditor“ habe dieser aber nicht das volle Mandat des „Monitors“ Thompson, der auch noch andere Bereiche beaufsichtigt. Thompson war nach dem Abschluss eines Vergleichs zwischen dem US-Justizministerium und VW Anfang 2017 in den Konzern geschickt worden. Er behält unter anderem im Blick, was die Wolfsburger tun, um firmeninterne Verhaltensregeln zu verbessern und ein Whistleblower-System sicherzustellen.

Grund für die Entsendung von Hanson sind US-Vorgaben für öffentliche Aufträge. „Wir dürfen weiter Geschäfte mit der Regierung machen, müssen aber im Gegenzug einen Auditor akzeptieren“, erläuterte VW. Der Autohersteller hatte zur Aufarbeitung der Abgasmanipulationen an Millionen Dieselautos weltweit einen Milliardenvergleich mit der US-Regierung geschlossen. Dabei gab Volkswagen ein Schuldbekenntnis ab und räumte Straftaten wie Verschwörung zum Verstoß gegen Umweltgesetze sowie Behinderung der Justizbehörden ein. 

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