Wirtschaft

Was hinter den Begriffen steckt

Archivartikel

Unter Blockchain („Blockkette“) versteht man eine spezielle Datenbank, die den Austausch von Informationen verwaltet – dezentral und transparent. Dezentral, weil die Datenbank über viele Computer verteilt ist und beispielsweise nicht nur bei einem Unternehmen liegt. Transparent, weil jeder Blockchain-Teilnehmer Zugriff hat.

Die Digitalwährung Bitcoin zählt zu den bekanntesten Nutzungsformen dieser Technologie. Dabei wird bei einer Finanztransaktion ein virtuelles Logbuch angelegt, bei dem jeder einzelne Schritt kryptografisch gesichert wird und damit fälschungssicher ist. Bitcoins sind knapp und werden deshalb oft als „digitales Gold“ bezeichnet. Maximal 21 Millionen Bitcoins sind möglich, von Anfang wurde diese Grenze festgelegt. Damit unterscheidet sich das Konzept von so ziemlich allen Währungssystemen, die in modernen Staaten den Handel ermöglichen: Hier kann die Zentralbank nämlich neues Geld drucken und so den Wert des Geldes beeinflussen. Generell gilt Kryptogeld – also digitale Zahlungsmittel – als vorteilhaft für Menschen, die über Ländergrenzen hinweg Geld überweisen wollen und dafür bislang im klassischen Finanzsystem teils horrende Gebühren zahlen. Notenbanker halten digitale Währungen für kritisch, weil die Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat fehle. Am Donnerstag hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann auch vor der unüberlegten Einführung von digitalem Zentralbankgeld gewarnt.

In vielen Geschäftsbereichen könnten Abläufe mit Blockchain grundsätzlich sicher und viel einfacher, ganz ohne Zwischenstellen, neu gestaltet werden. In der Finanzbranche ermöglicht Blockchain-Technologie beispielsweise Transaktionen ohne Banken. dpa/jung