Wirtschaft

Förderbank Was die KfW macht und wer hinter ihr steht

Weltweite Förderung

Archivartikel

Mannheim/Frankfurt.Welchen Auftrag sie hat, beschreibt die KfW Bankengruppe kurz und prägnant: „Weltweite Förderung.“ Die Bankengruppe unterstützt Mittelständler und Existenzgründer verschiedenster Branchen, sie fördert Projekte von Privatpersonen beim Bauen, Wohnen und Energiesparen – oder sie vergibt Bildungskredite. Beispiele für finanzielle Förderungen ließen sich schier unbegrenzt finden. Auch mit Entwicklungsländern arbeitet die KfW zusammen.

Mehr als 6000 Mitarbeiter

Die KfW Bankengruppe – die Abkürzung steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau – ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Das heißt, der Staat ordnet ihr spezielle Aufgaben zu. Rechtlich unterstellt ist die KfW, die in Frankfurt sitzt und mehr als 6000 Mitarbeiter hat, dem Bundesministerium der Finanzen. Das Kapital der KfW wird zu vier Fünfteln von der Bundesrepublik Deutschland und zu einem Fünftel von den Bundesländern gehalten. Die Bundesrepublik haftet für alle Verbindlichkeiten und Kredite.

Bei Gründung der KfW im Jahre 1948 sollte ihre Aufgabe vor allem im Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg liegen. Finanzielle Mittel entnahm sie zunächst dem Europäischen Wiederaufbauprogramm. Zu Zeiten der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland sollte die KfW vor allem die ostdeutsche Wirtschaft unterstützen.

Im vergangenen Jahr hat die KfW trotz der Zinsflaute erneut einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Er fiel etwas niedriger aus als 2018, aber besser als erwartet. Unter dem Strich verdiente das Institut rund 1,38 (Vorjahr: 1,64) Milliarden Euro. Die KfW sagte im Jahr 2019 Fördergelder von 77,3 (75,5) Milliarden Euro zu.

Während der Corona-Krise gewährt der Bund Unternehmen Finanzhilfen in Form von Krediten und Zuschüssen. Die Kredite werden zum großen Teil durch die KfW finanziert. Beantragt werden müssen sie über die Hausbank. 

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