Wirtschaft

Statistik Baugenehmigungen im ersten Halbjahr rückläufig

Weniger neue Wohnungen

Wiesbaden.Weiterhin keine Entspannung auf dem vielerorts engen Wohnungsmarkt in Deutschland: Im ersten Halbjahr 2019 erteilten die Behörden weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis einschließlich Juni gab es grünes Licht für den Neubau oder Umbau von gut 164 600 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das waren 2,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden in den sechs Monaten knapp 142 400 Wohnungen genehmigt. Das waren 3,1 Prozent oder gut 4500 Einheiten weniger als ein Jahr zuvor. Während das Niveau bei den Einfamilienhäusern fast unverändert blieb (minus 0,1 Prozent), sank die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser (minus 4,7 Prozent) und Mehrfamilienhäuser (minus 3,2 Prozent) deutlicher.

„Insbesondere der Rückgang der Baugenehmigungen bei Mehrfamilienhäusern ist alarmierend. Denn hier gibt es den größten Bedarf“, kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, die Zahlen. Teures Bauland mache den Bau bezahlbarer Wohnungen vielerorts unmöglich. Um die große Nachfrage nach Immobilien zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft in Deutschland jährlich 350 000 bis 400 000 Wohnungen entstehen. 

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