Wirtschaft

Zuwanderung Regionale Kammern loben große Koalition

Wirtschaft zufrieden mit Beschlüssen

Mannheim.Die Wirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar hat positiv auf den Beschluss der Bundesregierung reagiert, abgelehnten, aber gut integrierten Asylbewerbern bessere Chancen zum Bleiben zu geben. „Damit gibt es endlich Klarheit für die mit viel Engagement ausbildenden Handwerksbetriebe wie für die Geflüchteten, die dort in einer Ausbildung oder beschäftigt sind“, sagte ein Sprecher der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald dieser Zeitung.

Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar zeigte sich zufrieden, erwartet aber, dass die Vereinbarungen gut umgesetzt werden. „Wir erwarten, dass die Regelung bundeseinheitlich und rechtssicher eingesetzt wird. Alles andere würde weder den Betrieben noch den betroffenen Menschen helfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, Axel Nitschke.

Das Kabinett hatte Anfang der Woche Eckpunkte für einen Gesetzentwurf vorgelegt, der vorsieht, abgelehnten Asylbewerbern, die mit Duldungsstatus im Land sind, nach bundesweit geltenden Regeln eine Arbeitserlaubnis und einen sicheren Aufenthaltsstatus zu geben. Zudem sollen Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten mit Berufsabschluss und Deutschkenntnissen zur Arbeitsplatzsuche für sechs Monate nach Deutschland kommen dürfen – aber nur, wenn sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. tge/dpa