Wirtschaft

Luftfahrt Insolvente Gesellschaft sieht Flugbetrieb gesichert

ZEW-Chef: EU muss bei Air Berlin genau hinsehen

Archivartikel

Berlin/MAnnheim.Achim Wambach, Präsident des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), spricht sich bei der Zerschlagung der insolventen Fluglinie Air Berlin für eine sorgfältige Fusionskontrolle durch die EU aus. Die Kommission habe in der Vergangenheit gezeigt, dass sie, wenn Gefahren für den Wettbewerb drohen, bereit ist, geplante Übernahmen im Flugverkehr zu untersagen oder den Käufern Auflagen zu machen, sagte Wambach laut einer Mitteilung. "Die Kommission ist gut beraten, ein sorgfältiges Verfahren auch bei der Air-Berlin-Übernahme durchzuführen, um eine marktbeherrschende Stellung der Lufthansa insbesondere auf einigen innerdeutschen Linien zu unterbinden", fügte Wambach hinzu.

Air Berlin verspricht ihren Kunden einen sicheren Flugbetrieb mindestens bis Ende Oktober. "Wir sind sicher, dass wir den Flugbetrieb in den nächsten Wochen aufrechterhalten können", sagte Vorstandschef Thomas Winkelmann gestern mit Blick auf die Zeit bis zum Beginn des Winterflugplans am 28. Oktober. Bis zum 12. Oktober soll der Verkauf großer Teile der Airline perfekt sein. Dann könne er auch für die mittlere Zukunft eine Buchung empfehlen, sagte Winkelmann. dpa/fas