Wirtschaft

Gründen Digitalexperte über Erfolg eines Jungunternehmens

Zutaten, „um ein Einhorn zu kreieren“

Archivartikel

Mannheim.Rolf Schumann ist bei der Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) für den Geschäftsbereich Digitalisierung zuständig – und erklärt, was man für ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen benötigt. Beim Softwarekonzern SAP war Schumann viele Jahre für den Geschäftsbereich „Plattform und Innovation“ zuständig. Zwischen 2008 und 2012 widmete er sich dem Thema CleanTech (saubere Technologien) und gründete das Start-up „Better Place“. Das Konzept der Wechselbatterien für Elektrofahrzeuge scheiterte jedoch an der Finanzierung.

Sein Rezept, „um ein Einhorn zu kreieren“, stellt Schumann bei der von „Getsafe“ organisierten Veranstaltung vor: Der „Grundstein für alles“ sei Bildung. Es gebe zwar erfolgreiche Schulabbrecher, aber auch sie hätten sich in ihren eigenen Branchen selbst gebildet. Zur Start-up-DNA gehöre es dazu, voll und ganz hinter seiner Geschäftsidee zu stehen. „Mit der Zeit werden gewisse Strukturen aufgebrochen, die Persönlichkeit formt sich. Nicht das ,Ich’ spielt eine Rolle, sondern die Zukunft des Unternehmens.“

Wichtig sei auch: das Verlieren zu lernen. „Deutschland toleriert keine Fehler und Fehlversuche. Aber die Jungunternehmer müssen lernen, abzuschließen und zu sagen: ,Okay, nächster Versuch’“. Es gehe auch darum, den Schritt in die „alte Welt“ zu wagen und mit Unternehmen zu kooperieren. Sie hätten den Zugang zu den Daten, die für Erfolg und Wachstum eines Start-ups unabdingbar seien. Dann komme es auf die Zusammenarbeit an, darum, gegenüber flexiblen Arbeitsstrukturen offen zu sein und (Firmen-) Kulturen zu respektieren. mica

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