Wissenschaft

Armstrong-Nachlass bringt Millionen

Handgeschriebene Notizen, Anstecknadeln und eine Fahne, die mit ins All geflogen war – insgesamt 2000 private Erinnerungsstücke von Neil Armstrong, dem ersten Mann auf dem Mond, wurden jetzt bei einer Auktion versteigert. Raumfahrt-Liebhaber gaben zusammen gut 6,5 Millionen Euro (7,45 Millionen Dollar) für die Memorabilien aus, wie das Auktionshaus Heritage Auctians in Dallas (US-Bundesstaat Texas) auf seiner Webseite mitteilte. Den höchsten Erlös mit fast 470 000 Dollar erzielte dabei eine Identifikationsplakette, die Armstrong (1930-2012) in der Mondlandefähre „Eagle“ bei sich hatte.

Armstrong war seinerzeit Kommandant der Raumfähre Apollo 11. Mit ihm flogen die Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond. Armstrong pflegte zeitlebens seine Sammelleidenschaft und hob alles auf. Unter den mehr als 2000 Stücken, die seine Söhne versteigern ließen, war auch ein Raumanzug, den Armstrong 1966 an Bord der Weltraummission Gemini 8 getragen hatte. Er brachte der Familie fast 110 000 Dollar.

„Es gibt Stücke, die einen zum Denken bringen, Stücke, die einen zum Lachen bringen, und Stücke, die einen dazu bringen, sich vor Staunen am Kopf zu kratzen“, sagte Armstrongs Sohn Mark vor der Versteigerung.

Die Familie hatte bereits zuvor historische Objekte des Vaters dem Raumfahrtmuseum (National Air and Space Museum) in Washington überlassen. Zwei weitere Auktionen mit restlichen Stücken aus dem Nachlass sind im kommenden Jahr geplant. dpa