Wissenschaft

Therapie ohne Klinikbett

Archivartikel

Psychiatrie: Verrückte, die hinter verriegelten Türen in Schach gehalten werden müssen? In einem Berliner Modellversuch ist alles ganz anders. Der Psychiater kommt zum Patienten nach Hause.

Max nennt sich Max, weil niemand seinen wirklichen Namen lesen soll. Noch nicht einmal den Vornamen. "Psychiatrie, das ist wie ein Stempel", sagt er. "Ich bin aber nicht irre." Max ist 71 Jahre alt. Vor kurzem ist seine Frau gestorben. Ein plötzlicher Tod, es gab keine Vorboten. Max hat das nicht verkraftet. Er wollte auch sterben. Wer in Berlin nachts glaubhaft Suizidgedanken äußert, findet

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