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Königliches

Die Adligen haben‘s gut. Jedenfalls mit ihrem Nachwuchs. Und nun wird einer von denen heiraten: Prinz Harry. Der Brite. Der oft so wilde Windsor-Spross ist gezähmt. Und das ist der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle zu verdanken. Die Hochzeit mit der Schönen ist kein Problem. Auch wenn die Braut nicht ganz neu ist. Wie damals. Bei Harrys Vorfahre Edward VIII. Der König musste wegen der Liebe zur zweifach geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson abdanken. Das war 1936. Heute ist man liberal. Modern. Und Harry ist ja nur ein Enkel von Queen Elizabeth. Thronfolge Platz sechs. Was für ein Glück. Besonders für Meghan. Wie Wallis war sie verheiratet. Und nun munkelt man, dass eine zweite Ehe annulliert wurde.

Aber was soll’s. Das kann auch Lieschen Müller passieren. Die Royals sind einmal mehr zum Anfassen geworden. Oder geht der Lack langsam ab? Denn Meghan hat noch Halbgeschwister, die es weniger gut mit ihr meinen und erst gar nicht zur Hochzeit kommen wollen. Dafür ist wenigstens die Mama eingeladen. Allerdings hat diese sich scheiden lassen, als ihr Mädchen gerade mal sechs Jahre alt war. Die Regenbogenpresse weiß alles! Und nun ist zu erfahren, dass der Vater ganz kurzfristig krank geworden sei. Thomas Markle sollte seine Tochter eigentlich zum Altar führen. Oder legt man das etwa dem ehemaligen Regisseur in den Mund?

Das wäre ja gekonnte Dramaturgie! Dank TV lässt sich das am Samstag aufklären. Wenn das Liebespaar in der ehrwürdigen St. Georgs Kapelle im Schloss Windsor getraut wird. Dann werden wenigstens Sie dabei sein dürfen. Ohne Dress Code und bequem auf dem Sofa.

Auch wenn die frisch Vermählten im Ascot-Landauer, der Schönwetterkutsche, oder bei Regen mit der Scottisch State Carriage das Volk bewinken werden. Endlich mal wieder Glanz und Gloria. Die Royals haben’s gut, oder? 

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