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Mit der MS ASTOR von Sydney nach Hongkong

Höhepunkte einer Leserreisen-Kreuzfahrt 10.000 km durch den Sommer der Südsee

Ein bisschen mulmig war uns schon zumute, als wir erfuhren, dass nur zwei Dutzend von 350 Passagieren des Kreuzfahrtschiffes ASTOR sich beim großen Ritual der Äquatortaufe angemeldet hatten. Beim Zuschauen waren dann auch alle dabei und hatten ihren Spaß.

Glücklicherweise gehört ja das Kielholen der Piraten-Vergangenheit an und so geschah auch uns Teilnehmern nichts, was wir hinterher nicht wieder abwaschen konnten. Neptun war`s zufrieden und ließ weiterhin Gnade walten, indem er Sonne und See uns verwöhnen ließ.

Die Leserreise fand vom 19. Januar bis 8. Februar 2011 statt, zu einer Zeit, wo man gern auf das Wetter zuhause verzichten kann. Glücklicherweise bekamen wir auch von den Überschwemmungen in Brisbane und dem Taifun über Queensland in Australien nichts mit. Sydney, Townsville und Cairns erlebten wir nur Bildern einer großartigen Landschaft mit seiner einmaligen Tierwelt.

Ein wirkliches Abenteuer war Papua-Neu-Guinea. Hier leben ja noch die Kinder von Generationen, die sich von Menschenfleisch ernährten. Die Ausflüge in Medang brachten uns mit Menschen in Kontakt, die uns außerordentlich zugetan waren und begierig jede Information aufnahmen, die sie von uns erhielten. Die Seetage nutzen wir mit Faulenzen, gutem Essen und bei Vorträgen über die nächsten Destinationen, die wir besuchen wollten. Auch Unterhaltung und sportliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz.

Endlose Südseestrände erlebten wir in Palau. Die spektakulären Korallenlandschaften von Babeldaobs, der größten Insel des Archipels, erreichten wir nur in flachen Booten. Die Korallenbänke reichen bis dicht unter die Wasseroberfläche und präsentieren sich gemeinsam mit Sonnenlicht und Wasser in einer unglaublichen Farbenpracht. Leider konnten wir auch hier nicht verweilen. (Am liebsten wären wir 2 Wochen geblieben.) Aber das nächste Highlight erwartete uns mit Manila.

Beim Einlaufen in den Hafen wurden wir mit großem "Bahnhof" empfangen. Das bunte Schauspiel der Folklore-Tänzer und der Gardekapellen ließ manch einen das Frühstück vergessen. Dann ging es auf die Ausfüge. Kaum einer wollte versäumen, was Manila an Landschaften, an Zeugen der bewegten Vergangenheit und an moderner Großstadt zu bieten hat. Insbesondere die "Totenstadt", in denen die Verstorbenen sich Paläste für ihr Leben nach dem Tode bauten, ist sehenswert. Stellt sie doch den Großteil der Behausungen im "Diesseits" in den Schatten.

Nach weiteren Seetagen erreichten wir Taiwan und Kaohsiung. Hier lernen wir den Vorhof zur Weltmacht Chinas kennen. Vielleicht alles noch etwas volkstümlicher aber nicht weniger gewaltig. Man feierte gerade das Neujahrsfest und die buddhistischen Denkmäler standen im Zentrum der Feierlichkeiten. Eine Farbenpracht ohnegleichen umfing uns überall.

Jetzt standen nur noch zwei Ziele in China auf dem Programm, die es in sich hatten. Zuerst erreichte die ASTOR den Hafen von Guangzhou (Kanton). Tags darauf liefen wir in den Hafen von Hongkong ein. An Dramaturgie kaum zu übertreffen. Der Höhepunkte waren selbstverständlich die Panorama-Aussichten vom Victoria Peak bei sonniger Sicht auf Hongkong Island und bei Nacht die Kulisse der Hafenpromenade vom Deck der ASTOR. Das Laser-Feuerwerk, das wir zum Abschied erleben durften, wurde jedoch leider nicht extra für uns veranstaltet. Es findet jeden Abend um 20.00 Uhr an dieser Stelle statt. Versäumen Sie es nicht, wenn Sie nach Hongkong kommen. Fotos und Reisebericht: Von unserem Verlagsbegleiter Edgar Kramm