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  • Badischer Odenwald: Gesichteter Wolf könnte sich auch nach Hessen bewegen

    Wiesbaden/Stuttgart.Der im Neckar-Odenwald-Kreis gesichtete Wolf könnte demnächst auch durch Hessen streifen. "Ich weiß nicht, was den Wolf davon abhalten sollte, nach Hessen zu wandern - das ist ja auch ein schönes Bundesland", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums in Stuttgart am Dienstag. Wohin genau es das mutmaßliche Jungtier verschlagen wird, bleibe unklar. Ob er sich im baden-württembergischen oder hessischen Odenwald aufhalte, sei dem Tier aber mit ziemlicher Sicherheit völlig egal, sagte der Sprecher. Es sei auch nicht auszuschließen, dass er aus Hessen kam.

    Experten zufolge kann ein Wolf täglich eine Strecke von bis zu 60 Kilometern zurückzulegen. In Hessen gibt es nach Schätzungen des hessischen Umweltministeriums zwei bis drei umherstreifende Wölfe. Genaue Zahlen seien nicht bekannt und könnten auch nicht erhoben werden, da Wölfe sich offensichtlich immer wieder auch unerkannt und ohne nachweisbare Spuren zu hinterlassen in Hessen bewegen.

    Die letzte Sichtung eines Wolfes in Hessen war 2017. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Lage nicht akut, man müsse schauen, wie sich die Lage entwickele, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Zwischen Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurde 2018 ein länderübergreifendes Konzept zum Umgang mit Wölfen beschlossen.

    Im Neckar-Odenwald-Kreis wurde kürzlich der erste Wolf seit vielen Jahren gesichtet worden. Nach Angaben des Umweltministeriums in Stuttgart gingen private Videoaufnahmen und Meldungen aus Schwarzach, Binau, Neckargerach sowie Mosbach ein. Die Prüfung der Videos habe ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handele.

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