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  • Brauerei soll unter Schutzschirm saniert werden 

    Pfungstadt.Die angeschlagene Brauerei Pfungstädter soll im Schutzschirmverfahren saniert werden. Es gehe darum, eine drohende Zahlungsunfähigkeit durch Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise abzuwenden, teilte das Unternehmen mit. Der Betrieb werde mit allen rund 100 Mitarbeitern fortgeführt und von einem gerichtlich bestellten Sachwalter überwacht. "Unser Ziel ist es, die Brauerei zu sanieren und mit einem Investor möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Stefan Seibold, der Geschäftsführer der Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co. KG. laut Mitteilung.
    Ein potenzieller Investor hatte sich im Februar aus dem Verkaufsprozess für das Traditionsunternehmen zurückgezogen. Gespräche mit weiteren Interessenten würden fortgeführt, teilte die Brauerei mit. Zu den Folgen der Corona-Krise hieß es: In der Braubranche sei das Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft sowie der Export fast vollständig eingebrochen. Man selbst habe deswegen rund 13 000 Hektoliter Bier weniger abgesetzt. "Diese außergewöhnliche Belastung zwingt uns jetzt unter den Schutzschirm", sagte Seibold.
    Ein Schutzschirm ist die mildeste Sanierungsform im Insolvenzrecht, bei dem die Chefetage weiterhin die Geschäfte führt. Das Rechts sieht diese besondere Form der Eigenverwaltung für Betriebe vor, denen zwar das Geld auszugehen droht, die aber noch nicht zahlungsunfähig sind.

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