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  • Frankfurt: Neue Streiks im Busverkehr angekündigt 

    Frankfurt.Für hessische Busfahrgäste gibt es noch kein Aufatmen: Im Tarifkonflikt privater Busunternehmen hat die Gewerkschaft Verdi für nächste Woche Streiks angekündigt. Verdi erklärte die Verhandlungen mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) für rund 4400 Busfahrer am Abend für gescheitert. Auch die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq sprach von erfolglos abgebrochenen Gesprächen und Streiks in der kommenden Woche.
    Laut Verdi hatten die Arbeitgeber in der fünften Verhandlungsrunde in Frankfurt zwar ein weiteres Angebot vorgelegt. Dies sei jedoch nur "optisch aufgewertet". Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sprach von Taschenspielertricks: "Wir lassen acht Monate einfach raus, fangen später mit ein paar Cent mehr an und landen dann nach vier Jahren auf einem etwas höheren Stundenlohn." 15,60 Euro würde dieser vom 1. Juli 2022 an betragen. Die Fahrer hatten den Druck auf die Arbeitgeberseite bereits vor der Verhandlung erhöht: In einer Urabstimmung stimmten sie zu 99,5 Prozent für unbefristete Streiks.
    Der LHO zeigte sich nach eigenen Worten "ratlos" hinsichtlich der Wünsche von Verdi und sprach von angebotenen rund 15,5 Prozent mehr Lohn in den kommenden vier Jahren. Damit habe sich der Verband "noch einmal deutlich auf Verdi zubewegt". Der LHO warnte, im Saarland seien die Unternehmen zu einem Tarifabschluss gedrängt worden, "der über ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten liegt". Die ersten Verkehrskonzessionen seien daher dort bereits zurückgegeben worden. 

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