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  • Frankfurt/Südhessen: Razzia wegen des Verdachts der Steuerkriminalität

    Frankfurt/Odenwald.Mit der Durchsuchung zahlreicher Wohnungen und Büros sind am Dienstag die Behörden im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen gegen 17 tatverdächtige Steuerkriminelle vorgegangen. Sie sollen über Jahre hinweg mit Hilfe von Scheinfirmen Rechnungen mit einem Volumen von 40 Millionen Euro ausgestellt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilte.

    Sowohl die Lieferanten als auch die Empfänger der Rechnungen sollen sich damit Steuervorteile erschlichen haben. Zum Geschäftsmodell gehörte laut Staatsanwaltschaft, dass die Empfänger zwar für die Rechnungen bezahlten, dann aber ihr Geld in bar zurückerhielten. Den Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, weitgehend über "Strohleute" seit 2015 eine Vielzahl von Kapitalgesellschaften gegründet zu haben.

    An der Razzia an 40 Orten in Offenbach, Dreieich, Frankfurt sowie Michelstadt, Erbach und Höchst im Odenwald waren fast 200 Steuerfahnder und Polizeibeamte beteiligt. Zwei Personen im Alter von 39 und 64 Jahren seien inzwischen in Untersuchungshaft. Weitere Einzelheiten wollte die Staatsanwaltschaft wegen der andauernden Ermittlungen nicht mitteilen.

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