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  • Gewerkschaft kritisiert Kita-Öffnungen

    Frankfurt.Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert den Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in hessischen Kindertagesstätten als zu zaghaft. "Was uns die hessische Landesregierung als Öffnung der Kitas und Schulen verkauft, ist in Wahrheit nicht mehr als eine minimale Erweiterung des Notbetriebs", monierte Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. "Eltern bekommen dadurch kaum mehr Planungssicherheit, wenn sie ihre Kinder beispielsweise an zwei Tagen in der Woche für jeweils drei Stunden in die Betreuung geben können."

    Zudem führe die Entscheidung des Sozialministeriums, die konkrete Umsetzung den Kommunen und Trägern zu überlassen, "zu einem unübersichtlichen Flickenteppich, indem das Chaos vorprogrammiert ist", kritisierte Rudolph am Dienstag in Frankfurt. Überfällig sei ein Kita- und Schul-Gipfel, auf dem sich Elternvertretungen, Sozialpartner und Landesregierung beraten könnten. Beschäftigte bräuchten eine Perspektive, wie sie Beruf und Familie in Zeiten der Pandemie vereinen könnten.

    Mit dem Beginn des "eingeschränkten Regelbetriebs" in Kitas soll der Kreis der betreuten Kinder ab diesem Dienstag erweitert werden. Die Regelung im Detail liegt größtenteils bei den Trägern vor Ort, also Kommunen, Kirchen und freien Einrichtungen. Viele Wochen boten Kitas wegen der Corona-Krise nur eine Notbetreuung an. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) wollte sich am Dienstag in einer Einrichtung in Offenbach ein Bild über die aktuelle Situation machen.

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