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  • Hessen: Weihnachtsmärkte bemühen sich um ökologisches Image

    Wiesbaden.Mehrweg statt Plastik, LED-Leuchte statt Glühbirne: Hessens Weihnachtsmärkte bemühen sich zunehmend um ein grünes Image. So achten Kommunen bei den Großveranstaltungen auf Umwelt- und Klimaschutz, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Städten ergab. Oft sind die Auflagen Teil des Vertragswerks mit den Standbetreibern. Umweltschützer freuen sich über die Bemühungen. Es gibt aber auch Grenzen des Machbaren.

    Ist die Ausrichtung eines Weihnachtsmarktes eine große Umweltsünde? Auf diese Frage gibt es laut Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND Hessen, keine einfache Antwort. "Die Frage, wie umweltschädlich Weihnachtsmärkte insgesamt sind, hängt von sehr vielen Faktoren ab", sagt er. Dazu gehörten das Verpacken der gekauften Waren, die Ausgabe von Plastiktüten, die Beleuchtung des Marktes, der Einsatz von Ökostrom. Entscheidend sei auch, wie Besucher überhaupt auf den Weihnachtsmarkt kämen. "Wichtig ist, dass die Märkte gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind."

    Eine echte Klimasünde sind für Umweltschützer die Heizpilze, an denen sich Besucher wärmen. "Die sehen wir sehr kritisch", erklärt Rothkegel. Diese Gasheizstrahler erzeugten nicht nur Wärme, sondern auch Kohlenstoffdioxid. Ein wichtiger Baustein für einen umweltfreundlichen Weihnachtsmarkt könne dagegen die Komplettversorgung mit Ökostrom sein.

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