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  • Frankenthal: Tod im Pflegeheim - Erklärung von ehemaligem Mitarbeiter erwartet

    Frankenthal. Nach den Todesfällen in einem pfälzischen Seniorenheim wird vor dem Landgericht Frankenthal am (heutigen) Montag (10.00 Uhr) mit Spannung die Aussage eines der drei Angeklagten erwartet. Der Anwalt des 24-Jährigen hatte angekündigt, im Laufe des Prozesses im Namen seines Mandanten eine Erklärung verlesen zu wollen. Der junge Mann - ehemaliger Altenpflegehelfer eines Heims in Lambrecht - ist bislang der einzige der drei, der zugegeben hat, eine Heimbewohnerin getötet zu haben. Seine Mitangeklagten - eine 27 Jahre alte Ex-Altenpflegerin und ein 48 Jahre alter ehemaliger Altenpflegehelfer - sollen mitgemacht haben. Sie haben diese Beschuldigung zurückgewiesen.

    Dem Trio werden ein Mord an einer dementen Heimbewohnerin und ein Mordversuch an einer weiteren zur Last gelegt. Tatmotiv soll Langeweile und Machtgier gewesen sein. Einen zweiten Mord sollen nur die beiden Männer begangen haben. Während der 24-Jährige die Tötung einer Bewohnerin gestanden hat, bestreiten die beiden anderen die Mordvorwürfe. Misshandlungen von Heimbewohnern und Diebstähle haben alle drei laut Staatsanwaltschaft "grundsätzlich" zugegeben. Die Staatsanwaltschaft, die ihre Vorwürfe auf die Whatsapp-Kommunikation der Angeklagten stützt, prüft, ob es noch weitere Fälle gibt. Insgesamt werden 40 Todesfälle aus dem Heim überprüft. (dpa/lrs)

     

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